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Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

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Meine sehr geehrten Damen und Herren,

wenn Sie uns nach unserer Einschätzung des abgelaufenen Geschäftsjahres fragen, dann können wir mit Fug und Recht sagen, das Jahr 2007 hat einen besonderen Stellenwert für Talanx: 2007 haben wir finanziell und vom Arbeitsaufwand her die Hauptlast der Integration der ehemaligen Gerling-Gesellschaften geschultert, in der Bancassurance mit dem Erwerb der Postbank-Versicherungsaktivitäten und einer damit verbundenen langfristigen Vertriebskooperation einen großen Schritt nach vorn gemacht und zudem ein Spitzenergebnis erzielt.

Nach unserer Ankündigung vor zweieinhalb Jahren, die operativen Gesellschaften des damaligen Gerling-Konzerns zu übernehmen, richteten sich die Blicke intern wie extern schnell auf die operative Ebene. Im Konzern steckten wir in kurzer Zeit tief im ambitionierten Tagesgeschäft der Integration, außerhalb des Konzerns wurden die Fortschritte der Integration mit kritischem Blick verfolgt.

Solche Sichtweisen verstellen den Blick auf das Ganze und damit auf den wesentlichen Aspekt, den wir mit der Übernahme des Gerling-Konzerns verfolgt haben: Der Zukauf hatte strategischen Charakter, das Ziel war, den Talanx-Konzern mit dieser Übernahme fit für die Zukunft zu machen. Und das ist gelungen!

Wir haben mit diesem Schritt Talanx für die Herausforderungen eines sich dramatisch ändernden Versicherungsmarktes gerüstet und so der Gruppe im Wettbewerb dauerhaft eine chancenreiche Position gesichert. Abgesehen davon, dass wir mit der Übernahme von Gerling ein klares Bekenntnis zur Industrieversicherung abgelegt haben und mit der neuen Größe die Anforderungen unserer Industriekunden zukünftig noch besser erfüllen können, hat unsere Gruppe heute eine deutlich bessere Ausgangssituation für den internationalen Wettbewerb: Wir können auch in schwierigen Marktsituationen verlässlich Risiken übernehmen. Wir können den Kapitalmarkt effizienter nutzen. Wir haben beim Einkauf von Rückversicherung mehr Vorteile als bislang. Mit unserer neuen Größe werden wir Innovationen schneller bewerkstelligen, sei es bei der Einführung neuer Produkte, sei es in der IT oder im Kundenservice. Wir verfügen als Arbeitgeber über eine deutlich höhere Attraktivität für qualifizierte Arbeitskräfte. Diese Vorteile ermöglichen es uns, unsere Kunden entsprechend ihren Anforderungen umfassend zu betreuen.

Nur in der jetzt erreichten Dimension kann unser Konzern mit den Aufgaben, die er zu erfüllen hat, langfristig eine Rolle am Markt spielen. Der Grundstein dafür ist mit Ablauf des Jahres 2007 gelegt. Und besonders zufrieden macht uns dabei die Tatsache, dass wir trotz der Integration ein sehr gutes Jahresergebnis erzielt haben.

Das EBIT des Konzerns konnten wir um 13 % steigern. Mit knapp 1,5 Mrd. EUR erzielte der Konzern das höchste operative Ergebnis seiner Geschichte, trotz hoher ergebniswirksamer Integrationskosten. Alle Konzernsegmente konnten ihr EBIT steigern, bis auf das Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung, das besonders hohe Integrationskosten zu tragen hatte. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns nach Steuern stieg erneut und lag im Berichtsjahr bei 13,1 %.

Die Ergebnissituation ist insbesondere deshalb sehr zufriedenstellend, als neben dem Integrationsaufwand auch das Marktumfeld schwierig war. Im Industrie- wie auch Privatkundengeschäft hat sich der Wettbewerb deutlich verschärft, eine Entwicklung, die auch im laufenden Jahr noch anhalten wird.

Von der Subprime-Krise war der Konzern direkt kaum betroffen. Der Abschreibungsbedarf der Gruppe im Zusammenhang mit Subprime war minimal. Dies unterstreicht, dass unsere Kapitalanleger ihr Handwerk verstehen und mit der gebotenen Vorsicht an die Arbeit gehen.